Geld folgt Studierenden – für ein bundesweites, wettbewerbliches System der Hochschulfinanzierung

Aus Programmatik FDP Berlin
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Beschluss des
Landesparteitags
vom 16.03.2013

Der Landesverband Berlin fordert sowohl die Bundespartei als auch die übrigen Landesverbände der FDP dazu auf, sich im Kontext der im September anstehenden Koalitionsverhandlungen dafür einzusetzen, dass die Finanzierung der Hochschullehre auf eine solide Grundlage gestellt wird.

Die Grundfinanzierung der Hochschullehre soll künftig länderübergreifend nach dem Modell „Geld folgt Studierenden“ (GefoS) erfolgen. Für jeden Studierenden, der sich für eine Hochschule entscheidet, erhält die Hochschule eine Zahlung aus einem Fonds, der sich aus Beiträgen aller Länder nach dem Königsteiner Schlüssel finanziert. Berechnungsgrundlage für die Zahlungen an die Hochschulen sind Clusterpreise, die die unterschiedlichen Kosten für verschiedene angebotene Studienrichtungen und Hochschultypen berücksichtigen. Für eine Übergangsphase von drei Jahren soll der Bund die Verantwortung für den Ausgleich etwaiger Defizite übernehmen, um Negativeffekte für die Länder in der Umstellungszeit auszugleichen.

Die Länder haben die Möglichkeit, diese Grundfinanzierung aufzustocken. Damit bleibt der föderale Wettbewerb intakt. Gleichzeitig werden aber überregional vergleichbare Wettbewerbsbedingungen und Anreize für ein attraktives Studienangebot geschaffen.

Die Qualitätssicherung und das Marketing der Studienangebote bleiben Aufgabe der eigenverantwortlichen Hochschulen. Darüber hinaus sollte der Bund die Finanzierung der bildungsausländischen Studierenden im GefoS-System übernehmen.